Franz Josef Jenni (1876–1959)

Der Notenschatz
vom Dachboden

Sein Leben, sein Werk – die Musik

Geschichte

Die Überraschung im
Dachbodenfund

Das Entlebuch brachte und bringt immer wieder grosse Musiker, Dirigenten und Komponisten verschiedener Stilrichtungen hervor. Einer von ihnen, Franz Josef Jenni (1876-1959), lebte bescheiden im Dorf Wiggen und verbrachte seine letzten zehn Jahre in Littau. Was niemand wusste, wurde erst Jahre nach seinem Tod durch einen Dachbodenfund bekannt. Jenni war nicht nur Musikant und Dirigent, er komponierte und arrangierte auch 350 Volksmusik- und etliche Militärmusikstücke.

Franz Josef Jenni
Handgeschriebene Notenbüchlein

Hundertjährige Noten
zum Klingen gebracht

Einige der musikalischen Töchter von Franz Josef Jenni bauten eine Verbindung zur Kirchenmusik Escholzmatt auf. Jahre nach seinem Tod schenkten sie dem damaligen Dirigenten dieser Musik, Hermann Jenny, eine Kiste mit handgeschriebenen Noten. Für den Geschäftsmann aus Escholzmatt war sofort klar, dass diese Noten erhalten bleiben müssen. Nach seiner Pensionierung begann er in aufwendiger Arbeit die Kompositionen der damaligen Zeit digital zu erfassen.

Historische Aufnahme, 1908
CD 1 – Volksmusik

Geschichtliches Ton- und Textdokument

Elf professionelle Musiker/innen haben 23 ausgewählte Kompositionen in verschiedenen Instrumentalbesetzungen als Tondokument eingespielt. Parallel dazu ging die Bürgermusik Luzern ins Tonstudio, wo 22 Märsche aufgenommen wurden. Ein wunderbares Kulturerbe begann zu erklingen.

Die beiden CDs sind integriert in die Biografie «Der Notenschatz vom Dachboden», die der Buchautor Beat Straubhaar über das sehr vielfältige Leben des Musikers Franz Josef Jenni verfasste.

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Musik

Hören Sie hinein

Volksmusik

23 ausgewählte Kompositionen, eingespielt von elf professionellen Musikerinnen und Musikern.

Über die Musikerinnen und Musiker

Militärmusik

22 Märsche, aufgenommen von der Brassband Bürgermusik Luzern unter Dirigent Michael Bach.

CD 2 – Militärmusik
Arbeitsgruppe

Wer dahinter steht

Hermann Jenny

Hermann Jenny

Projektverantwortlicher

„Ich gestehe es ein, eigentlich wollte ich nur kurz mal reinsehen, in die mir anvertrauten handgeschriebenen Notenbüchlein des Franz Josef Jenni. Aus dem kurz mal Hereinschauen wurde weit mehr: Ich erkannte in der vielfältigen Ansammlung an Tänzen, Polkas und Mazurken einzigartige Kompositionen und fing an – im Sinne der Erhaltung – diese digital in Partituren zu erfassen. Dabei entdeckte ich Jennis musische Genialität, seine Liebe und Respekt zu den Instrumenten, die er in seinen Musikstücken gekonnt erklingen lässt. Die vielen verschiedenen Instrumentalbesetzungen in allen Varianten geben der Musik Schwung, Eleganz und doch eine ungewohnte, faszinierende Eigenart. Schlichtweg: Jennis Musik lebt.

Neben den sechs Notenbüechliserien für Hausmusik kamen weitere, handgeschriebene Büchlein zum Vorschein, die für die Militärmusiker des Spiels des Füsilier Bataillon 41 um 1900 ihre Niederschrift erfuhren. Eindrücklich die Vielfalt der geschriebenen Partituren – drei verschiedene Notenbüechli mit über neunzig Musiktitel. Ein musikalisches Zeitzeugnis, eine erstaunliche Zeitkapsel der Militärmusik vor hundertzwanzig Jahren!

Woher mag Franz Josef Jenni diese künstlerische Kreativität und musikalische Einfälle gehabt haben? Schweizweit einmalig möge das fast sein! Dass man aber nach Jahren seines Ablebens jene Musikalien unversehrt aus einer Kartonschachtel nehmen, diese zeitgemäss verarbeiten und das Ganze der Öffentlichkeit zugänglich machen kann, ist der Töchter Berta, Rosa, Emma und Klara Jenni aus Littau bei Luzern zu verdanken, die mir lediglich „altes Zeugs" übergaben, sich aber nicht bewusst waren, welchen Schatz sie mir da anheimgaben."

Beat Straubhaar

Autor

Texte und Bilder sind seine Welt – Schreiben und Fotografieren seine Leidenschaft. Als Berggänger und Naturfreund, Journalist und Buchautor beschäftigt er sich damit seit über 50 Jahren. Menschen und die Natur sind seine liebsten Themenfelder. Den Grossteil seiner Berufszeit verbrachte der gelernte Typograph als Berater und Texter in Werbeagenturen, meistens in Teilzeit. Neben der Tätigkeit als Journalist für verschiedene Zeitungen und Magazine war er in den letzten zwanzig Jahren Text- und/oder Bildautor von über zwanzig Büchern. Heute erfreut sich der Ehemann einer vielseitig engagierten Gattin und Vater von drei kulturell tätigen Töchtern an seiner aktiven Pension und ist wenn immer möglich in der Natur unterwegs. Sein Bezug zum Entlebuch und zum vorliegenden Projekt entstand durch die Heirat seiner Tochter Nadja mit dem Perkussionisten Iwan Jenny aus Escholzmatt.

Beat Straubhaar
Spender*innen

Wir danken herzlich für die sehr grosszügige Unterstützung

Ernst Göhner Stiftung Gemeinde Escholzmatt-Marbach Josef Müller Stiftung Muri Jenni Kühn Regionaler Förderfonds West SIS Stadt Luzern FUKS-Fonds Stiftung Monika Widmer Widmer Eugène

Ein weiteres herzliches Dankeschön an unsere weiteren Partnerinnen und Partner

Abendzirkel Entlebucher Bank Jenni Annemarie & Werner Jenni-Bonderer Katholische Kirchgemeinde Escholzmatt Eduard Kloter Stiftung Kaufmann-Vren & Anton Lötscher Luzernische Winkelriedstiftung Migros Kulturprozent Römisch-katholische Kirche Roos Josef Schöpfer Franz Josef Stiftung Phonoproduzierende Stubete am See Süss-Lauber UNESCO Biosphäre Entlebuch